Bedürfnisorientiert mit Oma und Opa

Ende Oktober 2018 zogen mein Mann Flo und ich mit unserer 2-jährigen Tochter Lana und meinen Schwiegereltern um, als ich gerade im 6. Monat schwanger war. Wir wohnen in Nürnberg nun in einem großen Haus mit wunderschönem Garten und haben separate Wohnungen. Flo und ich genießen unsere neue Wohnung mit Kamin sehr und freuen uns auf den nächsten Sommer, den wir auf unserer Terrasse verbringen können. Lana macht es am glücklichsten, dass sie nun immer die Treppe hoch zur Wohnung von Oma und Opa gehen kann. Sie liebt es jeden Tag mit den beiden zu spielen, vor allem wenn ich im Haushalt beschäftigt bin und ihr nicht durchgehend Aufmerksamkeit schenken kann. Lana entscheidet dabei selbst, wenn sie zu Oma und Opa gehen möchte und zeigt auch deutlich, wenn sie mich wieder braucht.

Unser Zusammenleben von 3 Generationen ist heutzutage wahrscheinlich ungewöhnlich und bestimmt auch nicht mit allen Verwandten machbar oder entspannt. Ich habe jedoch das Glück Schwiegereltern zu haben, die unsere kleine Maus vergöttern und sehr liebevoll mit ihr umgehen. Dass wir uns vollwertig ernähren und unsere Tochter bedürfnisorientiert erziehen, ist für viele nicht leicht zu akzeptieren. Umso erleichterter waren wir, als Oma anfing ebenfalls vollwertig zu kochen. Jedes Wochenende können wir bei Oma und Opa essen, bekommen öfter einen vollwertigen Kuchen und die beiden würden Lana nie etwas Nicht-Vollwertiges zu essen geben. Stattdessen werden für Lana extra vollwertig Plätzchen, Schokolade und Eis gezaubert. Das ist für uns natürlich ein enormer Gewinn!

Es war anfangs für meine Schwiegereltern ungewohnt, dass wir so lange stillen, in einem Familienbett schlafen und mit Lana ganz anders umgehen, als es in anderen Familien üblich ist. Aber inzwischen werden unsere Ansichten nicht nur respektiert, sondern die beiden gehen wie wir verständnisvoll mit Lana um und nehmen Rücksicht auf ihre Bedürfnisse und Gefühle. Für Lana ist das Zusammensein und Spielen mit Oma und Opa eine wunderschöne Bereicherung und sie hat in ihnen enge Bezugspersonen gefunden.

Für mich ist das im Alltag eine große Entlastung. Lana und ich können mit Oma und Opa im Bioladen einkaufen gehen, während Papa in der Arbeit ist. Gerade jetzt im 8. Monat der Schwangerschaft, wo ich Lana mit großem Bauch nicht mehr lange tragen kann, sind Oma und Opa bei jedem Spaziergang eine Hilfe. Seit Lana 1,5 Jahre alt war, wollte sie nicht mehr in der Trage, sondern nur noch im Arm getragen werden. Im Kinderwagen bleibt sie nie lange, aber zum Glück läuft sie nun auch öfter mit uns mit. Wenn wir spazieren sind und sie nicht mehr laufen möchte, können Oma oder Opa Lana tragen. Dadurch wird ihr Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit erfüllt, auch wenn ich ihr das in dem Moment nicht ermöglichen kann.

Dieses Zusammenleben fühlt sich für uns alle richtig und schön an. Oma und Opa können ihre Rente mit Enkelkind erleben und genießen. Ich werde nächstes Jahr mit zwei kleinen Kindern tagsüber eine großartige Unterstützung haben. Und Lana behält ihre liebsten Spielgefährten, während ich für unser Baby da sein werde. Wenn mein Mann dann von der Arbeit heim kommt, ist unsere Familie vollständig. Ich freue mich schon sehr darauf, nächstes Jahr zu sechst den Sommer in unserem neuen Garten verbringen zu können und bin für dieses Glück unglaublich dankbar!

Das könnte Dich auch interessieren …